FREMDGÄNGER

Wer kann es sich schon leisten, im normalen Leben nicht fremd zu gehen?

Vier Glückssucher lassen sich durchs Leben treiben. Eine lustvolle Schaubühne. Erst auf den zweiten Blick. Theater zwischen Metalust und der Hoffnung ad absurdum: Dem neuen Menschen! Poetisch, komisch, böse und schwarz.

 

In Zusammenarbeit mit dem provinztheater ist ein Stück nahe am jugendlichen Lebensgefühl entstanden. Zumindest nahe an dem der vier DarstellerInnen. Der Jugend damit ein Image überzustülpen, war nicht die Intuition des Regie-Teams. Die HauptdarstellerInnen: Vier junge Menschen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren und ein DJ.  Die DarstellerInnen haben sich dem Risiko der Aufrichtigkeit gestellt, Fragen an das Leben gerichtet und ihre eigene Sicht der Dinge kreiert. Theater in Echtzeit!

Stückbeschreibung

Sie spielen sich, um gespielt zu werden. Sie wollen dazugehören, sind sie doch ein Teil des großen Ganzen. Gleichzeitig wollen sie Teile in sich zum Sterben bringen. Vier junge Menschen wollen den „Negativitäten“ in ihrem Leben Raum geben. „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Scheißes“, so die verbissen vor sich hin strampelnde Carla auf ihrem Weg zur Makellosigkeit. Johannes krankt den Gesunden. Niklas traut sich zu sagen, was er denkt. Dieser kleine Unterschied führt ihn in Versuchung. Marga sucht die Liebe und steht sich dabei selbst im Weg. Ein Stück kurz vor dem Absprung.

Worum geht´s?

Es geht um die Liebe, das Leben, das Sein, den Sinn – und die Kunst. Themen, die Jugendliche scheinbar nicht bewegen und es dennoch tun – auf ihre ganz eigene Weise. In dieser Menschheitspassion, der Darstellung des ewigen Themas vergeblicher Sinnsuche, stellt das provinztheater dem Nichts – dem rast- und ratlosen Raum in uns, der niemals universelle Antworten finden wird - in dessen Thematisierung performativ das Theater gegenüber.

Die Jugend ist, was sie ist, wie sie ist – und vor allem ist sie ein Kind ihrer Zeit. Eine Welt der Informationsmächtigkeit und Idealisierung der individuellen Freiheit wird mit einer irritierenden Gelassenheit erwidert.

Zum Projekt

Bei der Erarbeitung einer Bühnenfigur geht es vor allem darum, Grenzen des Bekannten und Gewohnten zu überschreiten, sich zu öffnen für neue Ausdrucksformen, neuen Erfahrungen Raum zu geben. Mit dem Ausdrucksmittel der Kunst dürfen wir uns mit Themen beschäftigen, die uns wichtig sind, die uns bewegen, die vielleicht sogar schon zum Himmel schreien. In der Parkhalle können wir unseren Phantasien freien Lauf lassen, der bekanntlich keine Grenzen gesetzt sind. Die Schauspieltruppe will dem Theater einen neuen Rahmen verschaffen, den Theaterraum zum Erlebnis werden lassen für SpielerInnen und Publikum.

 

 

Offene Bühne

Das provinztheater powered by Dorner in Zusammenarbeit mit der Offenen Jugendarbeit Bregenzerwald möchte die Proben für alle  Interessierte öffnen, Einblicke in einen phantasievollen und kreativen Raum verschaffen – in die Welt des Theaters mit seinen vielfältigen Arbeitsbereichen. Wenn du dich für Musik interessierst, technisch versiert bist, eine kreative Ader hast, schon lange daran denkst, einmal auf der Bühne zu stehen, wenn du denkst, kein Talent zu haben oder wenn du wissen möchtest, wie eine Theaterproduktion realisiert wird, dann gab es die Möglichkeit, in der Parkhalle vorbeizuschauen. 



Leitung

Das provinztheater steht für experimentelles Theater, das sich mit zeitgenössischen Themen auseinandersetzt und sich der Skurrilität als Ausdrucksform verschrieben hat. Das Ensemble des provinztheaters richtet seine Blicke auf die kreativen Ressourcen der Region und auf die Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten.

Zum Stück

Jeder der SpielerInnen hat ein Stück. Erst ist alles im Kopf, dann auf der Bühne.
Sie leben erst nebeneinander, miteinander, ineinander. Ein Leben, in dem jeder tun und lassen kann, was er will, solange es nur unter den Augen der Anderen passiert. „Ich will dazu gehören!“ Auf der Hedonismus freundlichen Bühne zieht sich dieser Satz wie eine Litanei durch die selbst geschaffenen Rahmen der Protagonisten. Mit einer aufpolierten, eskalierenden Frechheit bringen sie ihre Gedanken an die Oberfläche. Dieses Dazugehören wollen ist wie ein diffuses Versprechen an ihr Selbst. Gibt es auf diesem Schauplatz genug Platz für alle?

Weitere Infos

Darsteller/Innen

Carla Greber (*1991), Margaritha Köss (*1989),
Johannes Nigsch (*1990), Niklas Metzler (*1992)

Regie Beatrix Schwärzler
Dramaturgie
Silke Moosbrugger
Bühne
Wolfgang Schmieder
Technik / Musik
Josef Sutterlüty
Produktion
provinztheaer powered by Dorner
Coaching
Martin Gruber

Aufführungen der Fremdgänger

Am 07. Oktober 2010 fand in der Parkhalle in Egg die Premiere des Theaterprojektes statt.
Ein Nachbericht mit Fotos findest du hier...

Infos zu den vier anderen Aufführungen hier...

Nach den jeweiligen Theateraufführungen fand ein ansprechendes Rahmenprogramm statt. Junge Wälder bekamen die Chance, ihre Projekte, Kunstwerke, Filme, usw. vorzustellen. Infos dazu hier...

Bilder vom 12.05.2010

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Bilder der ersten Probe

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