Am 08.12. veranstaltete die Offene Jugendarbeit Bregenzerwald (OJB) im Messepark Dornbirn den ersten größeren Flashmob in Vorarlberg.
Der Begriff Flashmob (flash – Blitz; mob – von mobilis – beweglich) bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. (Wikipedia)
Um 15.15 Uhr war Treffpunkt beim Haupteingang der Messe Dornbirn. Da ca. eine Woche davor ein Vorbereitungstreffen angesetzt war, welches nur von einem Bruchteil der angekündigten Teilnehmer besucht wurde, gab es bei der OJB einige Bedenken, ob tatsächlich genug Personen an diesem Flashmob teilnehmen würden. Nach Auskunft der OJB hätte die Aktion auch mit nur 10 Teilnehmern stattgefunden, allerdings wären dadurch die Wirkung und das Statement des Flashmobs entsprechend geringer gewesen.
Als sich die Verantwortlichen der OJB dem Treffpunkt näherten, waren sie sichtlich überrascht, dass sich dort über 70 Personen zusammengefunden hatten.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer wurden mittels Megaphon der Flashmob und der Ablauf mit seinen Hintergründen erklärt, um danach vor dem Haupteingang der Messe ein paar Testläufe zu machen.
Danach begaben sich alle Teilnehmer in den Messepark und hielten sich unauffällig im Foyer des Erdgeschosses zwischen den zwei Rolltreppen auf.
Um ca. 15.45 Uhr ertönte eine Personensuche, welche zugleich das Signal für die Flashmob-Teilnehmer war. Sofort gingen alle Beteiligten in eine Pose, welche ein Gewaltthema aus den Bereichen verbale Gewalt, körperliche Gewalt, Mobbing/Rassismus, sexuelle Gewalt und Vandalismus darstellen sollte und „froren“ in dieser Pose ein. Also in der Darstellung der Gewalt bewegte sich absolut nichts, wie z.B. eine Statue.
Nach ca. einer Minute ertönte ein abermals abgesprochenes Signal, welches den Teilnehmern signalisierte, die Pose rasch aufzulösen und danach unscheinbar und lässig weiterzugehen.
Durch diesen Flashmob wollte die Offene Jugendarbeit Bregenzerwald das Thema Gewalt auf eine kreative und innovative Art vorarlbergweit thematisieren und veranschaulichen, wie vielfältig und alltäglich Gewalt ist oder sein kann. Zudem sollte es ein Appell für mehr Toleranz und Frieden in der Gesellschaft sein.
Diese Aktion war eine Initiative aus dem Gewalt- und Vandalismuspräventionsprojekt SCHLAGKRÄFTIG MIT VERSTAND.
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